essure -- Permanent Birth Control by Conceptus
Für Patientinnen Für medizinische Fachkreise
Was ist Essure? Erfahrungsberichte
  Häufig gestellte Fragen
Wie wird das Verfahren von Frauen bewertet?
Ist die Methode verlässlich?
Woraus werden die Mikrospiralen hergestellt?
Kann der Eingriff rückgängig gemacht werden?
Wie lange dauert der Eingriff?
Ab wann ist die Empfängnisverhütung wirksam?
Wie lange dauert es, bis ich meine normalen körperlichen Aktivitäten wieder aufnehmen kann?
Worin unterscheidet sich die Essure Methode von einem Durchtrennen der Eileiter?
Was geschieht mit meinen Eiern?
Werden durch den Eingriff die Wechseljahre ausgelöst?
Kann Essure für Paare auch eine Alternative zur Vasektomie (Durchtrennen der Samenstränge) darstellen?
Was sind die Hauptrisiken bei Essure und was für Erwägungen sind notwendig?
Was sind die Hauptrisiken bei einer Tubenligatur (Durchtrennung der Eileiter)?
Was sind die Hauptrisiken bei einer Vasektomie (Durchtrennung der Samenstränge) ?
Ist Essure für mich geeignet?

F: Wie wird das Verfahren von Frauen bewertet?
A: Von den ungefähr 700 Frauen, die an den klinischen Tests teilnahmen, haben fast alle Frauen innerhalb einer Woche nach dem Eingriff ihr Wohlbefinden mit Essure als "gut" bis "ausgezeichnet" bewertet. Fast alle Frauen haben nach der ersten Woche ihre Zufriedenheit mit Essure als "gut" bis "ausgezeichnet" bewertet.
F: Ist die Methode verlässlich?
A: Durch klinische Tests wurde belegt, dass Essure zwei Jahre nach dem Eingriff eine Wirksamkeitsrate von 99,8% [1] aufweist. Mehr als 600 Teilnehmerinnen der klinischen Studien vertrauen seit einem Jahr auf Essure; und mehr als 200 von ihnen bereits seit zwei Jahren.

Über diesen Zeitraum hinaus gibt es kaum Daten zur Sicherheit oder Empfängnisverhütung mit Essure. Nach Bekanntwerden dieser längerfristigen Daten können die Informationen zur Sicherheit und Empfängnisverhütung unter Umständen anders ausfallen als aufgrund der Daten nach einer ein- oder zweijährigen Verwendung. Keine Empfängnisverhütungsmethode ist 100%ig wirksam, und es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden, sogar noch viele Jahre, nachdem der Eingriff durchgeführt wurde.
F: Woraus werden die Mikrospiralen hergestellt?
A: Die Mikrospiralen bestehen aus Polyesterfasern und Metallen (Nickeltitan und Edelstahl). Diese Materialien werden seit vielen Jahren untersucht und sind im Herzen und in anderen Bereichen des menschlichen Körpers (z.B. Herzklappenersatz, Gefäßimplantate und im Bauchraum) verwandt worden.
F: Kann der Eingriff rückgängig gemacht werden?
A: Der Eingriff kann nicht rückgängig gemacht werden. Er sollte nur bei Frauen erfolgen, bei denen ganz sicher kein Kinderwunsch mehr besteht.

Zur Sicherheit und Wirksamkeit einer Operation, um den Essure Eingriff wieder rückgängig zu machen, liegen keine Daten vor. Es ist jedoch bekannt, dass jeder Versuch, den Essure Eingriff chirurgisch rückgängig zu machen, eine große Operation erfordert und geringe Erfolgschancen hat. Ferner stehen keine Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit der In-vitro-Fertilisation (IVF) nach Durchführung des Essure Eingriffs zur Verfügung.
F: Wie lange dauert der Eingriff?
A: Bei klinischen Versuchen dauerte das Einsetzen der Mikrospiralen in beiden Eileitern etwa 15 Minuten, während die gesamte Eingriffsdauer etwa 35 Minuten betrug. Da der Essure Eingriff ohne Schnitte oder Vollnarkose durchgeführt wird, waren die meisten Frauen 45 Minuten nach dem Eingriff in der Lage, die Klinik zu verlassen.
F: Ab wann ist die Empfängnisverhütung wirksam?
A: Sie müssen zumindest während der ersten drei Monate nach dem Eingriff eine andere Verhütungsmethode anwenden; erst dann kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen mitteilen, ob Sie sich in Zukunft auf Essure als Empfängnisverhütung verlassen dürfen. Drei Monate nach dem Essure Eingriff müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu einer Kontrolluntersuchung aufsuchen. Bei dieser Kontrolluntersuchung handelt es sich um eine einfache Röntgenuntersuchung des Beckens, um sicher zu stellen, dass sich Ihre Mikrospiralen in der richtigen Position befinden. In einigen Fällen wird Ihr Arzt zusätzlich eine als Hysterosalpingographie (HSG) bezeichnete Untersuchung durchführen. Sie dürfen sich auf keinen Fall auf Essure als Empfängnisverhütung verlassen, bis Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin diesen Test durchgeführt und Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie nun auf Essure zur Verhütung vertrauen können. Wenn Sie sich vor Abschluss dieser Nachuntersuchung auf Essure als Verhütungsmittel verlassen, können Sie schwanger werden oder eine Extrauterinschwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) entwickeln. Extrauterinschwangerschaften können lebensbedrohend sein. Wegen dieser dreimonatigen Wartezeit müssen Sie - vor Durchführung des Eingriffs - mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über eine andere Empfängnisverhütungsmethode sprechen, die Sie während dieses Zeitraums zusammen mit Essure anwenden. IUP (Intrauterinpessare - Spirale) oder IUS (Intraunterinsystem - Hormonspirale) können während dieser Zeit nicht benutzt werden.
F: Wie lange dauert es, bis ich meine normalen körperlichen Aktivitäten wieder aufnehmen kann?
A: Während der Hauptstudie waren die Frauen im Allgemeinen in der Lage, die Einrichtung 45 Minuten nach dem Eingriff zu verlassen, und nahezu alle Frauen in einem Beschäftigungsverhältnis nahmen innerhalb von 24 Stunden oder weniger am Tag nach dem Eingriff ihre Arbeit wieder auf. Die Mehrzahl der Frauen kehrte innerhalb von 1 - 2 Tagen zu ihren normalen Aktivitäten zurück, aber viele Frauen berichteten, dass sie bereits am Tag des Eingriffs ihre normalen körperlichen Tätigkeiten wieder aufnehmen konnten. Um mehr von anderen Frauen zu erfahren, die sich dem Essure Eingriff unterzogen haben, klicken Sie auf den Link Weitere Informationen.
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F: Worin unterscheidet sich die Essure Methode von einem Durchtrennen der Eileiter?
A: Bei einer laparoskopischen Tubenligatur werden unter Vollnarkose bei der Patientin 1 - 3 Einschnitte im Bauchbereich gemacht. Die Eileiter werden entweder durch Abklemmen mit einem Metallklipp oder Plastikring, Entfernung eines Eileiterabschnitts oder Ausbrennen eines Eileiterteils blockiert.
Nach der Entlassung dauert es im Allgemeinen 4 - 6 Tage [2], bevor Frauen wieder ihre normalen Aktivitäten aufnehmen können. Laut Angaben der amerikanischen Gynäkologenvereinigung American College of Obstetrics & Gynecology können bei Frauen während der ersten Tage nach der Entlassung die folgenden Symptome auftreten:

• Krämpfe (wie Menstruationskrämpfe)
• Ausfluss (wie Menstruationsausfluss)
• Leichte Übelkeit oder Erbrechen im Zusammenhang mit der Vollnarkose oder dem Eingriff
• Schmerzen in Nacken oder Schulter
• Schmerzen an der Schnittstelle
• Kratzen im Hals, falls ein Beatmungsschlauch verwendet wurde
• Müdigkeit und Unwohlsein
• Schwellung des Bauches, die zurückgeht, wenn die Gase resorbiert werden
• Blaue Flecke im Schnittbereich, die nachlassen

Ein Essure Eingriff kann ohne Vollnarkose oder Einschnitte durchgeführt werden. Die Erholungszeit zu Hause beträgt üblicherweise 1 - 2 Tage, obwohl Frauen nicht selten bereits am selben Tag zu ihren normalen Aktivitäten zurückkehren.Während Ihrer Erholungsphase können Sie mit Folgendem rechnen:

• Krämpfe (wie Menstruationskrämpfe)
• Ausfluss (wie eine leichte Menstruations- oder Schmierblutung)
• Leichte Übelkeit oder Erbrechen im Zusammenhang mit dem Eingriff
• Ohnmacht oder Benommenheit im Anschluss an den Eingriff
F: Was geschieht mit meinen Eiern?
A: Nach dem Essure Eingriff produzieren Ihre Eierstöcke bis zu den Wechseljahren weiterhin Eier. Die unbefruchteten Eier werden von Ihrem Körper resorbiert.
F: Werden durch den Eingriff die Wechseljahre ausgelöst?
A: Nein. Essure löst keine Wechseljahre aus.
F: Kann Essure für Paare auch eine Alternative zur Vasektomie (Durchtrennen der Samenstränge) darstellen?
A: Ja. Beide Methoden sollen eine permanente Empfängnisverhütung gewährleisten. Eine Vasektomie ist ein chirurgischer Eingriff mit den damit verbundenen Risiken. Bei einer Vasektomie wird ein Einschnitt oder eine Punktion in den Hodensack des Mannes vorgenommen, der Samenstrang wird durchgetrennt, und die Enden werden entweder ausgebrannt oder mit Klipps versehen.

Eine Vasektomie dauert nicht lange, üblicherweise etwa 15-30 Minuten, und die Erholung nimmt etwa 2 Tage in Anspruch. Der Mann muss den Hodensack eventuell mit Eisbeuteln behandeln und mehrere Tage lang eine Sportbandage tragen um Schwellungen und Blutergüsse zu vermeiden. Das Paar muss im Allgemeinen 12 Wochen lang eine alternative Empfängnisverhütungsmethode benutzen, bis eine Spermienzählung zeigt, dass die Vasektomie erfolgreich war.
F: Was sind die Hauptrisiken bei Essure und was für Erwägungen sind notwendig?
A: Wie alle medizinische Eingriffe ist auch Essure unter Umständen nicht für alle Frauen geeignet, und mit dem Eingriff sind bestimmte Risiken verbunden. Die Hauptrisiken von Essure sind wie folgt:
• Der Eingriff kann nicht rückgängig gemacht werden
• Wie bei allen Methoden zur Empfängnisverhütung besteht auch bei der Essure Methode keine 100%ige Sicherheit
• Nicht bei allen Frauen, die sich dem Essure Eingriff unterziehen, wird eine erfolgreiche Platzierung beider Mikrospiralen erreicht
• Wenigstens während der ersten drei Monate nach dem Eingriff müssen Sie eine andere Verhütungsmethode anwenden.
• Das Essure Verfahren ist neuer als andere Verfahren
• Die Entfernung der Essure Mikrospiralen ist nur mit einem chirurgischen Eingriff möglich
F: Was sind die Hauptrisiken bei einer Tubenligatur (Durchtrennung der Eileiter)?
A: * Die Tubenligatur hat zum Zeitpunkt der zweijährigen Kontrolle eine Wirksamkeitsrate von 99,2%. Keine Empfängnisverhütungsmethode ist 100%ig wirksam, und es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden könnten, sogar noch viele Jahre, nachdem der Eingriff durchgeführt wurde.
* Etwa 2% [3] der Frauen, bei denen die Operation per Laparoskopie und etwa 6% [4] der Frauen, bei denen eine Laparotomie (offener Eingriff) durchgeführt wird, erleben größere Komplikationen wie Infektionen, Verletzungen der Eingeweide, Blutungen, Verbrennungen oder Narkosekomplikationen. Am häufigsten sind innere Blutungen, und ein offener Eingriff kann notwendig werden, um die Blutung zu stillen.
* Andere Verletzungen wie eine Schädigung der Blase oder Verbrennungen der Eingeweide können ebenfalls eine zusätzliche Operation erfordern.
* Andere Risiken wie Blutgerinnsel und Tod sind selten.
F: Was sind die Hauptrisiken bei einer Vasektomie (Durchtrennung der Samenstränge) ?
A: * Die Vasektomie hat zum Zeitpunkt der einjährigen Kontrolle eine Wirksamkeitsrate von 99,85% [5]. Keine Empfängnisverhütungsmethode ist 100%ig wirksam, und es besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden könnten, sogar noch viele Jahre, nachdem der Eingriff durchgeführt wurde.
* 1,6% [5] der Männer erleiden Blutergüsse am Hodensack.
* 1,5% [5] der Männer entwickeln eine Infektion der Schnitt- bzw. Punktionsstelle im Hodensack.
* Etwa 1,4% [5] der Männer leiden unter schmerzhaften Hoden (Epididymitis).
* Spermien können in das umgebene Gewebe auslaufen (Auslaufrate von weniger als 1% [5]) und kleine Klumpen bilden (Granuloma). Dieser Prozess kommt gewöhnlich spontan zum Erliegen, obwohl Schmerzmittel eventuell notwendig sind.
F: Ist Essure für mich geeignet?
A: Der Essure Eingriff ist nur dann für Sie geeignet, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie keine Kinder mehr wollen, eine permanente Empfängnisverhütung anstreben und davon überzeugt sind, dass sich Ihre Einstellung nicht ändern wird. Falls auch nur eine geringe Chance besteht, dass Sie vielleicht in Zukunft Kinder haben möchten, sollten Sie eine andere Empfängnisverhütungsmethode wählen. Diese Entscheidung sollten Sie nicht in schwierigen Zeiten, wie z.B. nach einer Scheidung oder einer Fehlgeburt, treffen und NIEMALS aufgrund von Druck, der von einem Partner oder anderen auf Sie ausgeübt wird.

SIE SOLLTEN ESSURE NICHT BENUTZEN, wenn Sie:
• unsicher sind, ob Sie Ihre Fruchtbarkeit wirklich beenden wollen;
• schwanger sind oder vermuten schwanger zu sein;
• innerhalb von 6 Wochen vor dem Einsetzen der Mikrospirale ein Baby zur Welt gebracht haben, eine Fehlgeburt oder eine Abtreibung hatten;
• eine akute oder kurz zurückliegende Beckeninfektion haben;
• eine ungewöhnliche Gebärmutterform haben (zum Beispiel eine Gebärmutter mit nur einem Eileiter oder eine geteilte Gebärmutter);
• eine bekannte Farbstoffallergie (Kontrastmittel) haben,
• eine erhöhte, durch einen Hauttest bestätigte, Sensibilität oder Allergie gegenüber Nickel haben;
• nicht bereit sind, wenigstens drei Monate lang nach dem Einsetzen der Mikrospirale eine andere Verhütungsmethode zu benutzen;
• nicht bereit sind, sich ca. drei Monate nach dem Einsetzen von Essure einer Röntgenuntersuchung des Beckens (in einigen Fällen einer Hysterosalpingographie [HSG]) zu unterziehen, damit sichergestellt werden kann, dass sich Ihre Mikrospiralen in der richtigen Position befinden;
• bereits eine Tubenligatur hatten.

HINWEIS: Wenn Sie sich zurzeit einer Behandlung unterziehen, die Ihre Immunreaktion unterdrückt (z.B. Steroidmedikamente wie Prädnison einnehmen oder mit Chemotherapie behandelt werden), sollten Sie dies eingehend mit Ihrem Arzt besprechen, da Essure Mikrospiralen bei Patientinnen mit unterdrückter Immunreaktion eventuell nicht wirksam sind. Falls Sie ferner eine frühere Bauch- oder Beckenoperation hatten, sollten Sie dies vor Einsetzen von Essure Ihrem Arzt mitteilen.

Sollten Sie sich für die Essure Methode entscheiden, werden Sie allgemein untersucht und es werden verschiedene Labortests (zum Beispiel ein PAP-Abstrich) durchgeführt, um festzustellen, ob Sie eine geeignete Kandidatin für den Eingriff sind. Es kann sich allerdings auch herausstellen, dass die Essure Methode für Sie nicht in Frage kommt. Sie sollten bedenken, dass es auch andere Methoden zur zeitweiligen/reversiblen bzw. dauerhaften Empfängnisverhütung gibt.


[1] Effectiveness rate determined based on combined data from Phase II and Pivotal clinical trials, sponsored by Conceptus.
[2] Fraser RA, Hotz SB, Hurtig JB, Hodges SN, Moher D, "The prevalence and impact of pain after day-care tubal ligation surgery", Elsevier, 39 (1989) 189 201.
[3] Jamieson D, et al, “Complications of Interval Laparoscopic Tubal Sterilization: Findings From the United States Collaborative Review of Sterilization”, Obstet Gynecol 2000; 96:997-1002.
[4] Layde P, et al, “Risk Factors for Complications of Interval Tubal Sterilization by Laparotomy”, Obstet Gynecol 62:180, 1983. Major complications include unintended major surgery, blood transfusion, oral temperature greater than 38C on at least two days after the procedure (excluding the first 24 hours after surgery), life-threatening event, rehospitalization between discharge and follow-up interview, and death occurring within 42 days of the surgery.
[5] Hatcher RA, et al, “Contraceptive Technology 17th Edition”, Ardent Media, New York, 1998.
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